Nzz in conversation with Maga von Korff

KERSTIN NETSCH- Jun 2020

Nachdem die Kosmopolitin als Kind die besten Hotels Europas kennengelernt hatte, erfüllte sie sich mit ihrem eigenen Haus auf Ibiza einen Traum. Das eklektisch-elegant eingerichtete “Cas Gasi” ist inzwischen ein Klassiker – das Gäste auch in schwierigen Zeiten willkommen heisst.

Margaret Von Korff, SIe haben deutsche Wurzeln, sind aber in Barcelona geboren und aufgewachsen. Wie sind Sie auf Ibiza gestrandet?

Mein Mann ist ebenfalls in Barcelona aufgewachsen, aber auf Ibiza geboren. Als wir uns kennenlernten, haben wir erst mal zusammen eine Weltumseglung mit seinem Schiff und seiner Mannschaft gemacht. Ein ganzes Jahr lang. Als das vorbei war, sagte mein Mann:

“SO, JETZT GEHEN WIR NACH IBIZA!”

Bevor Sie dort 1998 das Hotel Cas Gasi eröffneten, haben Sie sich auf dem Anwesen dem Biolandbau gewidmet. Warum? Ich wollte etwas schaffen, das uns ein bisschen unabhängiger von der Welt dort draussen macht, in der nicht immer alles gut läuft. Für jemanden wie mich war das ein unglaubliches Erlebnis. Ich hatte damals keine Ahnung, aus welcher Blüte eine Tomate wächst. Inzwischen haben wir hier unter anderem 450 Olivenbäume und produzieren unser eigenes Öl.

Warum haben Sie sich dann anschliessend dafür entschieden, ein Hotel zu eröffnen? Bereits als Kind bin ich sehr viel mit meinen Eltern durch Europa gereist, weil meine Familie sehr international ist. Wir waren in Genua, St. Moritz, Zürich, Paris, Frankfurt, London. In vielen dieser kuxuriösen, traditionellen Hotels, die mich seit je fasziniert haben.

Was haben Sie davon mitgenommen? Das Gefühl, zu wissen, was erstklassiger Service und Gastfreundschaft bedeutet.

Welches Hotel besuchen Sie heute noch? Das “Baur au Lac” in Zürich.

Warum? Ich liebe das Traditionelle dieses Hauses, die Materialien und alten Möbelstücke in den Zimmern, die alle eine Geschichte erzählen. Ich denke, den Einfluss davon spürt man auch hoer im “Cas gasi”.

Der Stil Ihres Hauses? Klassisch-eklektisch.